Erbendorfer Grüne stellen ihr Wahlprogramm vor

Fabian Keppler-Stobrawe (stehend) umreißt die Eckpunkte des Wahlprogramms der Grünen für den künftigen Erbendorfer Stadtrat. Foto: Dieter Schmid

Erbendorf. Gute Stimmung und intensive Gespräche waren Teil der offiziellen Vorstellung des Wahlprogrammes von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Bürgerhaus. Die Kandidatinnen und Kandidaten für den Erbendorfer Stadtrat stellten vor rund 30 Gästen im Bürgerhaus einige Schwerpunkte für die kommenden sechs Jahre vor.

Im Mittelpunkt standen Lösungen für eine effizientere Verwaltung, nachhaltige Wirtschaftsförderung, die Energiewende vor Ort sowie die Stärkung des Gemeinschaftslebens. „Wir benötigen eine handlungsfähige Wirtschaft, die Klimaschutz und Unternehmensgeist miteinander als Chance sieht und Zukunft schafft“, betonte Stadtrat Josef Schmidt.

Modernisierung der Verwaltung

Ein zentrales Anliegen der Grünen ist die Modernisierung der Verwaltung. Durch kluge Aufgabenverteilung, Digitalisierung und die Einführung eines zentralen Lotsenpunkts im Rathaus sollen Bürgerinnen und Bürger schneller und unkomplizierter unterstützt werden. Zudem wird die Prüfung von Verwaltungsgemeinschaften mit Nachbargemeinden angestrebt, um Synergien zu nutzen und Doppelarbeit zu vermeiden, ohne dabei demokratische Strukturen zu gefährden.

Für die wirtschaftliche Entwicklung Erbendorfs setzen die Grünen auf interkommunale Gewerbegebiete, die klimaneutral und verkehrsgerecht erschlossen werden. Neue Unternehmen sollen ökologische Standards erfüllen, von Kreislaufwirtschaft bis hin zu erneuerbaren Energien. Gleichzeitig soll die Attraktivität der Stadt für Fachkräfte durch bezahlbaren Wohnraum, eine verbesserte ÖPNV-Anbindung und ein erweitertes kulturelles Angebot gesteigert werden.

Jedes städtische Dach eine Stromquelle

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Energiewende. Erbendorf soll bis 2035 vollständig auf erneuerbare Energien umsteigen – unterstützt durch Bürgerenergiegenossenschaften und Windkraftbeteiligungen. Jedes städtische Dach soll zur Stromquelle werden, und die selbst produzierte Energie soll zur Finanzierung von Schulen, Kitas und sozialen Projekten beitragen. Zudem wird ein kommunales Wärmekonzept mit Biomasse, Solarthermie und Abwärmenutzung angestrebt.

Mitsprache bei der Gestaltung öffentlicher Räume

Für ein lebendiges Gemeinschaftsleben fordern die Grünen die nachhaltige Sanierung des Freibads, die Schaffung konsumfreier Räume für Jugendliche sowie die Weiterentwicklung des Stadtparks zu einem inklusiven Familienpark. Ein Beteiligungsbudget soll Bürgerinnen und Bürgern jährlich Mitspracherechte bei der Gestaltung öffentlicher Räume einräumen. Zudem ist die Einrichtung eines Reparaturcafés geplant, um nachhaltigen Konsum zu fördern.

„Politik ist kein Zuschauersport“

„Politik ist kein Zuschauersport“, unterstrich Fabian Keppler-Stobrawe, Kandidat für den Stadtrat. „Wir setzen uns für mehr Transparenz, digitale Teilhabe und regelmäßige Beteiligungsformate ein. Bürgerfragen sollen künftig direkt in die öffentlichen Stadtratssitzungen eingebracht werden können – live und online.“

Hier könnt ihr den Flyer mit dem Wahlprogramm als PDF-Datei herunterladen.

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