
Bis auf den letzten Platz gefüllt war der Veranstaltungsraum in der Schlossschänke Friedenfels am Abend des Aschermittwochs. Der Kreisverband Tirschenreuth von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hatte zur politischen Diskussion und einem gemeinsamen Fischessen eingeladen. Hauptrednerin war die erneut in den Bundestag gewählte Abgeordnete Tina Winklmann aus Schwandorf, die auch die nördliche Oberpfalz betreut.
Heiß diskutiert wurde das von den potentiellen Koalitionspartnern aus Union und SPD vorgeschlagene Schuldenpaket für Infrastruktur und Verteidigung. „Ob wir dem zustimmen werden“, erklärte Winklmann, „ist nicht so sicher, wie es sich Friedrich Merz vorstellt.“ Große Bedenken habe die Bundestagsfraktion besonders in Bezug auf den Klimaschutz. „Dieser kommt im vorgestellten Maßnahmenpaket nicht vor“, sagte Winklmann. Die Bundestagsabgeordnete berichtete zudem vom ersten Fraktionstreffen der neu gewählten Abgeordneten in Berlin sowie vom politischen Aschermittwoch des Landesverbandes Bayern, der am Vormittag in Landshut stattgefunden hatte. Auch war sie am selben Abend in Weiden als Rednerin zu Gast.
„Gegen den Trend haben wir nur minimal Verluste“
Ganz exklusiv in Friedenfels war die Bezirksvorsitzende Madeleine Schneider eingeladen. Sie beleuchtete das Treiben der neu zu bildenden Koalition im Bund genau. „Von einer großen Koalition können wir nicht mehr sprechen“, sagte sie mit Blick auf die knappe Mehrheit der Fraktionen im Parlament. „Da die SPD die Currywurst und Markus Söder die Bratwurst so liebt, sollten wir sie ‚Würstchenkoalition‘ nennen.“ Mit dem Ergebnis der Bundestagswahl sei sie als Bezirksvorsitzende zufrieden: „Gegen den Trend haben wir nur minimal Verluste und beide Abgeordnete sind weiter im Parlament vertreten“, resümierte sie das Wahlergebnis.
Wie eine faire Besteuerung gerade von großen Vermögen aussehen und wie die Gesellschaft näher zusammenrücken könne, das waren die Themen, die im Anschluss an die Reden eifrig diskutiert wurden.
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